St. Émilion, Johannesburg. Was stellt man sich üblicherweise unter Afrikanischer Kunst vor? Geschnitzte Masken, Gemälde in gewaltiger Farbpracht oder schlicht und einfach Exotisches? Die typischen afrikanischen Kunsthandwerksmärkte oder Verkaufsstände am Straßenrand erfüllten zunächst einmal meine europäisch geprägten Erwartungen. Doch präsentierte sich mir beim ersten Besuch einer Galerie für zeitgenössische Kunst ein völlig anderes Bild. Unmittelbar wurde mir bewusst, dass ich einer klischeehaften Vorstellung gefolgt war. „Afrikanische Kunst?“ Fehlanzeige! Hier zeigten sich vielmehr völlig neue Impulse im Bereich zeitgenössischer Kunst. Alles in allem Werke, die unter die Haut gingen und eine Verbindung erspüren ließen, die mich seither nicht mehr loslässt ...