Eine studentische Hausarbeit führte mich vor einigen Jahren zu Busso Diekamp, dem ehemaligen Stadtdirektor, Kultur- und Schuldezernent von Mönchengladbach. Nahezu 30 Jahre, von 1964 bis 1993, war der leidenschaftliche Kunstliebhaber im Dienst der Stadt, vor allem aber im Dienst der Kunst tätig. Seine ‚schlitzohrige‘ Kulturarbeit, insbesondere aber die Geschichten darüber, gelten als legendär. Ich hatte das große Glück, dass er mir vieles davon selbst erzählt hat. So konnte ich in die wilde Zeit der 1970er Jahre eintauchen, in denen Diekamp maßgeblich dazu beigetragen hatte, Mönchengladbach zum Hotspot einer neuen Avantgarde zu machen. Gleichzeitig trieb er damit die Demokratisierung der Kunst...